SINUS~TON | FRANKOPHON!
4. Magdeburger Tage der elektroakustischen Musik
24.-27. Oktober 2013 | Magdeburg

   

Donnerstag, 24. Oktober
NEUER KONZERTTERMIN: SONNTAG, 27.10. 18UHR, Oli Lichtspiele

| Freitag, 25. Oktober | Sonnabend, 26. Oktober | Sonntag, 27. Oktober | Zusatzprogramm

Sonderangebot - Hotel Ratswaage | Veranstaltungsorte

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Ein breites Spektrum elektroakustischer und instrumentaler Musik aus Frankreich steht im Mittelpunkt des diesjährigen SinusTon-Festivals. Auf dem Programm stehen u. a. Werke von Edgar Varèse, Iannis Xenakis, Georges Aperghis, Bruno Mantovani, Annette Schlünz, Jérome Combier und Tristan Murail, der in Le Havre, der Partnerstadt Magdeburgs, geboren wurde.

Besonders spannend versprechen die Uraufführungen des Festivals zu werden: Im Auftrag des Festivals komponierte der Stuttgarter Komponist Oliver Frick ein Werk für Viola, Violoncello und Elektronik, bei dem die Musiker von, vom Computer spontan erzeugten, Laptop-Partituren spielen.

Spektakulär wird die Aufführung einer eigens vom Festival in Auftrag gegebenen Fassung des, 1924 in Paris von George Antheil komponierten, Skandalstücks „Ballet mécanique“. Dieses Pionierwerk in der Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts erklingt – samt der originalen Filmprojektion von Fernand Léger – in einer neuen Bearbeitung des Bostoner Komponisten und Antheil-Experten Paul Lehrman für einen Pianisten und Akusmonium (Lautsprecherorchester), interpretiert von dem amerikanischen Pianisten Guy Livingston, ebenfalls ein Antheil-Kenner.

Weitere Interpreten der Konzerte sind das Ensemble Linea aus Strasbourg unter der Leitung von Jean-Philippe Wurtz, das 1. Deutsche Stromorchester mit Jonathan Golove (Cello-Theremin) und das Stuttgarter Ensemble cross.art. Als „Klassiker“ unter den elektronischen Instrumenten werden in diesem Jahr die Ondes Martenot, eine Erfindung des französischen Cellisten und ehemaligen Funkers Maurice Martenot aus dem Jahr 1928, von der renommierten Interpretin und Schülerin Martenots, Suzanne Binet-Audet, mit Werken von Olivier Messiaen und Gilles Gobeil vorgestellt. Ergänzt wird das Programm erstmalig durch ein Projekt für Kinder und Jugendliche. Die UnterwasserOper Berlin unter der Leitung der Sängerin Claudia Herr realisiert in der Magdeburger Elbe-Schwimmhalle ein Gast- spiel der Kinderoper „Die versunkene Stadt“, deren Musik nach einem Libretto Berliner Schüler von den Jugendlichen der Komponistenklasse Halle (Saale) komponiert wurde.

Unter dem Titel „Frankophon!“ wendet sich das Festivalprogramm, anlässlich des 50. Jubiläums der Unterzeichnung des Elysée-Vertrages, mit Frankreich einem Land zu, das im gleichen Maße entscheidende Impulse in die Musik des 20. Jahrhunderts gegeben hat, wie es musikalisch und ästhetisch eigenwillig und unverwechselbar geblieben ist. Unterschiede und Gemeinsamkeiten der ästhetischen Ansätze in elektroakustischer Musik aus Frankreich und Deutschland stehen im Mittelpunkt. Interpreten und Komponisten aus beiden Ländern werden in den Konzerten des Festivals zu erleben sein. Die sphärischen Klänge der Ondes Martenot, einem der ältesten elektronischen Musikinstrumente, 1928 von dem französischen Cellisten und ehemaligen Funker Maurice Martenot erfunden, und aktuelle Kompositionen für Instrumente und Elektronik mit dem renommierten Ensemble Linea aus Strasbourg bieten Gelegenheit, zeitgenössische Musik unseres Nachbarlandes zu entdecken.



Donnerstag, 24. Oktober 2013

NEUER KONZERTTERMIN: SONNTAG, 27.10. 18UHR, Oli Lichtspiele
Maschinenmusik 1919–2013

Werke von Edgar Varèse, Iannis Xenakis, George Antheil, Vincent Michalke und Sebastian Wendt

Angefangen mit Antheils Ballet mécanique, dem bahnbrechenden Pionierwerk aus dem Paris der Zwanziger Jahre, finden sich im Eröffnungskonzert des diesjährigen Festivals Stücke zusammen, die auf ganz unterschiedliche Weise das Verhältnis von Musik und Maschine erforschen. George Antheils Werk mit dem originalem Begleitfilm von Fernand Léger, erklingt erstmals in einer Fassung für Klavier und Akusmonium, die der Pianist Guy Livingston im Zusammenarbeit mit dem Antheil-Spezialisten Paul Lehrman im Auftrag von SinusTon erstellt.

Guy Livingston | Klavier
Sebastian Wendt | Klarinette, Mini-Drummer
Henrik von Coler, Vincent Michalke, Oliver Schneller | Klangregie
€ 10,– | erm. € 8,–





Freitag, 25. Oktober, 2013

19:00 Uhr, Altes Rathaus
Klanghybride

Werke von Kaija Saariaho, Tristan Murail, Jérome Combier, Jonathan Harvey, George Aperghis u.a. mit einer Uraufführung von Oliver Frick

Das Konzert präsentiert Werke, die Elektronik konkret oder versteckt zur Anwendung bringen. So verschieden die Komponisten und Stücke sind, so ist ihnen doch eines gemeinsam: die Kombination von elektronischen und instrumentalen Quellen bringen Klanghybride hervor, die anders nicht existieren könnten.

Ensemble Cross.Art Stuttgart:
Sabine Kraut (Violine)
Agatha Zieba (Viola)
Céline Papion (Violoncello)
Kaori Wakabayashi (Flöte)
Teddy Ezra (Klarinette)
Nikola Lutz (Saxophon)
Junko Yamamoto (Klavier)
Oliver Frick, Henrik von Coler | Klangregie
€ 12,– | erm. € 10,–




Freitag, 25. Oktober, 2013

21:30 Uhr, Forum Gestaltung
Wie klingt Mein Toaster? – Musik für Elektrogeräte aus Haus, Garage und Garten

Sinfonie mit der Sinfonie mit dem Paukenschlag (feat. Joseph Haydn) – 3. Sinfonie für Stromorchester mit Theremin-Cello von Rochus Aust (Uraufführung)

Die konsequente Weiterentwicklung des klassischen Sinfonie- Orchesters auf elektronischer Basis ist das Stromorchester, das elektrisch betriebene Geräte als Instrumente verwendet. Wie vielfältig die sonst als störend empfundenen Geräte klingen können, beweist das Ensemble eindrucksvoll: Von heftigen Klangmassiven im Tutti bis hin zu filigranen Miniaturen reicht das Spektrum des ungewöhnlichen Klangkörpers.

1. Deutsches Stromorchester:
Jonathan Golove | Cello-Theremin, Wasserkocher, Kaffeemaschine, Toaster
Rochus Aust | Komposition, Bohrer, Säge, Laubsauger
Florian Zwissler | Plattenspieler, Radio, Häcksler
Markus Aust | Mahlmaschine, Föne, Elektronik, Klangregie
€ 10,– | erm. € 8,–




Sonnabend, 26. Oktober 2013

15:00 Uhr, Elbe-Schwimmhalle
Die Versunkene Stadt

Bühne frei für die Unterwasserwelt! Erleben Sie Unterwasser­gesang in einer Oper, die bis zum Parkett mit dem nassen Element gefüllt ist. Wichtiger Bestandteil der Komposition sind authentische Klänge aus der Tiefsee der antarktischen Ozeane. Fiona ertrinkt bei einem Schiffs­unglück und wird von den Unterwasserwesen gefangen genommen. Leonardo bleibt voller Trauer zurück. Am Ende aber geht alles gut aus und das Publikum bleibt trocken!

Libretto: Kinder der Mercator-Grundschule Berlin-Zehlendorf Musik: Kinder und Jugendliche der Komponistenklasse Halle:

Claudia Herr | Sopran, Idee, Leitung
€ 15,– | erm. € 13,– | Schülerticket: € 5,–




Sonnabend, 26. Oktober, 2013

18:00 Uhr, Gesellschaftshaus, Grüner Salon
Über das Experimentelle in der Französischen Musik
Video-Vortrag von Oliver Schneller
Eintritt frei!




Sonnabend, 26. Oktober, 2013

19:00 Uhr, Gesellschaftshaus, Gartensaal
Traummusik

Werke von Bruno Mantovani, Annette Schlünz, Tristan Murail, George Aperghis und Aurélien Dumont

Von einer fantastischen musikalischen Weiterspinnung von Graffiti- Texten, über eine klangliche Darstellung von Himmelsfarben, bis hin zu verlorenen Traumvorstellungen scheinen sich die Stücke dieses Konzertes an das Unheimliche und das Unfassbare herantas- ten zu wollen.

Ensemble Linea Strasbourg
Oliver Schneller, Henrik von Coler | Klangregie
Jean-Philippe Wurtz | Leitung
€ 12,– | erm. € 8,–




Anschliessend, Gesellschaftshaus, Foyer
Entr'acte: Arsalan Abedian

Der iranische Komponist Arsalan Abedian bringt zwischen den bei- den Konzerten des Abends im Gesellschaftshaus sein neues Werk zur Aufführung, das auf höchst originelle Weise absurdes Theater und elektronische Komposition zusammenbringt.

»FrühAkusmatikStück« für Küchengeräte (2013)
Eintritt frei!




Sonnabend, 26. Oktober, 2013

21:30 Uhr, Gesellschaftshaus, Schinkelsaal
Wolkenmusik: Portrait Gilles Gobeil

Werke von Gilles Gobeil und Olivier Messiaen

1928 stellte der französische Cellist und ehemalige Funker Maurice Martenot sein neues elektrisches Musikinstrument vor: die Wellen des Martenot - «Ondes Martenot». Das Instrument wurde bald von vielen Komponisten aufgegriffen, darunter Messiaen, Varèse, Milhaud und Honegger. Der kanadische Komponist Gilles Gobeil hat die wohl bedeutendste Sammlung an neuen Werken für dieses In- strument komponiert. Es spielt Suzanne Binet-Audet, eine Schülerin Martenots.

Suzanne Binet-Audet | Ondes Martenot
Gilles Gobeil | Live-Elektronik, Klangregie
€ 10,– | erm. € 8,–




Sonntag, 27. Oktober 2013

18 Uhr, Oli Lichtspiele
Maschinenmusik 1919–2013

Werke von Edgar Varèse, Iannis Xenakis, George Antheil, Vincent Michalke und Sebastian Wendt

Angefangen mit Antheils Ballet mécanique, dem bahnbrechenden Pionierwerk aus dem Paris der Zwanziger Jahre, finden sich im Eröffnungskonzert des diesjährigen Festivals Stücke zusammen, die auf ganz unterschiedliche Weise das Verhältnis von Musik und Maschine erforschen. George Antheils Werk mit dem originalem Begleitfilm von Fernand Léger, erklingt erstmals in einer Fassung für Klavier und Akusmonium, die der Pianist Guy Livingston im Zusammenarbeit mit dem Antheil-Spezialisten Paul Lehrman im Auftrag von SinusTon erstellt.

Guy Livingston | Klavier
Sebastian Wendt | Klarinette, Mini-Drummer
Henrik von Coler, Vincent Michalke, Oliver Schneller | Klangregie
€ 10,– | erm. € 8,–







Veranstaltungsorte

Oli Lichtspiele | Olvenstedter Straße 25a | 39108 Magdeburg
Altes Rathaus | Alter Markt 1 | 39104 Magdeburg
Forum Gestaltung | Brandenburger Straße 10 | 39104 Magdeburg
Elbe-Schwimmhalle | Virchowstraße 9 | 39104 Magdeburg
Gesellschaftshaus | Schönebecker Straße 129 | 39104 Magdeburg

 

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